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Stein

Die Gemeinde Stein, ehemals zum vom Grafen Dedo von Rochlitz im Jahr 1168 gegründeten Kloster Zschillen gehörig, verdankt seinen Namen den an der Südseite des Dorfes gelegenen Felsen. Es wird vermutet, dass die Gründung des Ortes mit dem Kloster identisch ist, dies wurde aber nie bewiesen. Erstmalig wurde der Ort 1489 urkundlich erwähnt. Fest steht, dass der Ort von einer Mühle, der Steinmühle oder der Mühle „Steina“ hervorging. Die Mühle stand an der Chemnitz. Durch die Landwirtschaft wuchs auch die Einwohnerzahl, so betrug sie 1840 ca. 450 Personen. Damals wurde eine Vielzahl von Häusern errichtet. Der Rabenberg, bis dahin zu Göritzhain gehörig, wurde mit seinen sieben Häusern eingemeindet. Die anbaufähigen Flächen entstanden bis 1880 wie sie heute noch größtenteils vorhanden sind. 1869/70 wurde die Straße durch das Chemnitztal vom Staat gebaut und am 19.07.1870 im Beisein von König Johann eingeweiht. Dadurch entstand die Verbindung zu den Nachbarorten und der Grundstein der Wirtschaft. Entlang der Chemnitztalstraße sieht man noch heute die steilen und wild zerklüfteten Felsen, die dem Ort seinen Charakter geben – ein kleiner Ort im Landschaftsschutzgebiet des Chemnitztales und ein Erlebnis für jeden Natur- und Wanderfreund.